Die Geschichte des Palastes

In ihrer Bl├╝tezeit war Kurozw─Öki eine kleine Stadt von einiger Bedeutung. Sie wurde im Jahre 1246 erstmals als ein Dorf erw├Ąhnt, das im Besitz des Herzogtums von Krakau war. Zu dieser Zeit erscheint ein gewisser Graf von Kurozwansch zum ersten Mal in einem Dokument, das von Boles┼éaw dem Keuschen, Herzog von Sandomierz (Sandomir) und Krakau ausgestellt wurde. Zu der Zeit geh├Ârte das Dorf zu dem Lehngut der Familie Poraj, die von B├Âhmen stammte und sp├Ąter mit St. Wojciech (auch bekannt als St. Adalbert) - dem zuk├╝nftigen M├Ąrtyrer und heiliger Schutzpatron Polens - nach Polen kam. Aufgrund ihrer loyalen Unterst├╝tzung des K├Ânigs Wladyslaw Ellenlang und seiner Nachfolger Casimir der Gro├če und Louis I, wuchs die Bedeutung der Kurozw─Öki-Seite der Familie Poraj stetig an. Auf der H├Âhe ihres Einflusses in den 1380igern wurde Dobies┼éaw von Kurozw─Öki Kanzler von Krakau (Krak├│w), w├Ąhrend sein Sohn Zawiska - Bischof von Krakau und Kanzler von Polen - ein Triumvirat f├╝hrte, das das K├Ânigreich regierte. W├Ąhrenddessen besch├Ąftigte sich Louis I (ebenfalls K├Ânig von Ungarn und Kroatien) damit, seine anderen Besitzt├╝mer zu regieren. Auch wenn Zawisza von Kurozw─Öki f├╝r seinen verschwenderischen Lebenswandel wohl bekannt war, verdient er es dennoch, sich auch an ihn als Gr├╝nder der Kapelle der Heiligen Maria zu erinnern, die bis heute Teil von Wawel ist, Krakaus k├Âniglichem Schloss. Der wachsende Einfluss und Wohlstand der Kurozw─Öki-Poraj Familie (mehr und mehr bekannt als Kurozw─Öcki Familie) erlaubte den folgenden Generationen ihre Besitzt├╝mer zu erweitern und zu festigen. In dieser Periode (2. H├Ąlfte des 14. Jahrhunderts) wurde ein ovales Kastell oder Festung aus Stein gebaut. Wahrscheinlich diente diese Festung dazu, um ein kleineres Fort aus Holzgeb├Ąuden zu ersetzen, das sich auf einem zur der Zeit kleinen H├╝gel befand und die ausgedehnte Weite des Sumpflandes im Becken des Czarna-Flusses ├╝berblickte, und so der Festung eine gute Verteidigungsposition bot. M├Âglicherweise wurde die Festung durch die Burgtore an der S├╝dseite betreten, ├╝ber denen ein quadratischer Turm mit 4 Etagen ragte, der Quartiere bot, einen Beobachtungsposten und einen Getreidespeicher. Dann kam man in den mit Steinplatten gepflasterten Burghof, der von einigen Holzgeb├Ąuden umringt war. Beschrieben als "Castrum Curozwank"(Kastell Kuroszwank), wurde die Festung selbst im 14. Jahrhundert zum ersten Mal erw├Ąhnt. Die Konstruktion der Steinfestung ist wohl Dobies┼éaw von Kurozweki zu verdanken (um 1397 auch bekannt als Dobies┼éaw von Chod├│w), und/oder seinem Sohn, ebenfalls Dobies┼éaw, dem ersten Poraj mit dem Titel 'von Kurozwanky' . Im Laufe des 15. Jahrhunderts unterzog sich die Festung zahlreichen Neuentwicklungen, die dazu gedacht waren die mittelalterliche Verteidigungsstruktur in eine komfortable Residenz umzuwandeln, um so den Einfluss und Wohlstand der Familie zu reflektieren. Die Holzgeb├Ąude im Burghof wurden nach und nach neu gebaut und durch ger├Ąumige Stein- und Backstein Quartiere ersetzt, wobei die Integrit├Ąt der Verteidigungsw├Ąlle der Festung aufrechterhalten wurde. Diese massiven gew├Âlbten W├Ąlle des 14. Jahrhunderts wurden nie vollst├Ąndig zerst├Ârt und sind noch heute in Teilen des Palastschlosses als Fundament sp├Ąterer Konstruktionen sichtbar. Die Letzten des Familienzweiges der Kurozw─Öcki - Miko┼éaj Lubelczyk und sein Sohn Hieronim - beendeten schlie├člich den Umbau der Holzbauten in Steinbauten. Nach seinem Tod um 1520 heiratete eine der T├Âchter Hieronims einen ortsans├Ąssigen Adligen, Jan Lanckoro┼äski, und brachte Kurozw─Öki als Mitgift in die Ehe. Fortan war Kurozw─Öki die Heimat der Familie Lanckoro┼äski. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts blieb die Festung unver├Ąndert, dann wurde ein Teil des nordwestlichen Verteidigungswalles zerst├Ârt und wurde durch ein 3-Etagen Eckgeb├Ąude ersetzt, so dass die Familie in einem komfortablen und eleganten Wohnfl├╝gel leben konnte. In dieser ├ära wurde auch ein rechteckiges Torhaus an der S├╝dseite der damaligen Festung gebaut (wo sich heute die Geb├Ąudefront befindet). In der 2. H├Ąlfte des 16. Jahrhunderts konvertierte Krzysztof Lancko┼äcki zum Calvinismus und ordnete an, die protestantische Botschaft in die ├Ârtliche Bev├Âlkerung zu verbreiten. Er vertrieb die Ordensgemeinschaft der Augustinerm├Ânche (1487 nach Kurozw─Öki gebracht) und entzog der Kirche ihre Ornamente. Er wurde ein Kirchen├Ąltester der Calvinisten Kirche und ein Verfechter der religi├Âsen Freiheit in der polnisch-litauischen Gemeinschaft. Krzysztofs Sohn, Zbigniew, konvertierte zur├╝ck zum Katholizismus und versuchte die Aktionen seines Vaters r├╝ckg├Ąngig zu machen. Er bat die Augustinerm├Ânche nach Kurozw─Öki zur├╝ckzukommen, lie├č die ├Ârtliche Kirche erneut weihen und verlagerte die Palastkapelle an ihre gegenw├Ąrtige Stelle in den ├Âstlichen Fl├╝gel des Palastschlosses. Im 17. Jahrhundert wurde das Palastschloss erneut rekonstruiert, wobei die Ansammlung der unterschiedlichen Geb├Ąude in den West- und Ostfl├╝geln verschmolzen wurden und um den heutigen Burghof herum zu sehen sind. Die zweigeschossigen Kreuzgangb├Âgen, die die s├╝dlichen, westlichen und n├Ârdlichen Seiten des nun Schlosshofes einfassen, wurden gegen Ende des 17. Jahrhunderts und Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut. Ebenfalls zu dieser Zeit wurde die Ebene des Erdgeschosses um ungef├Ąhr 1,5 Meter angehoben, weil das Grundwasser anstiegen war. Daraus folgte, dass das Erdgeschoss eher zu einem kunstvollen und wohl gestalteten Geschoss wurde. Im Jahre 1747 verstarb Stanis┼éaw Lanckoro┼äski kinderlos und hinterlie├č sein Anwesen seiner Witwe Anna Debi┼äska, die sp├Ąter im Jahre 1752 den Armeegeneral Maciej So┼étyk heiratete. Dieser verfolgte eine erfolgreiche politische Karriere, wurde Kastellan (Kasztelan) und sp├Ąter Woiwode (Heerf├╝hrer) (Wojewoda) der Sandomierz Region. Anna und Maciej rekonstruierten das Palastschloss und gaben ihm seine heutige Form. Diese Rekonstruktion, die nur von 1768 bis 1772 dauerte, war eine vollst├Ąndige Umwandlung der Burg in ein Palastschloss und eine elegantere Residenz: das alte Eingangstor wurde in den rechteckigen n├Ârdlichen Fl├╝gel integriert, was heute die Geb├Ąudefront und den Ballsaal des Palastschlosses bildet. Der Innenbereich der 1. Etage des Palastes (Wohnbereich, Speisesaal, Bibliothek) wurde in einem hellen Rokokostil und kunstvollem Wandfries neu gestaltet, und die Kapelle erhielt neue Wandgem├Ąlde, die die Verkl├Ąrung Christi und die Schutzheiligen der Eigent├╝mer darstellen. Es ist anzunehmen, dass die beiden Pavillons des Anwesens ebenfalls zu dieser Zeit gebaut wurden. Die Geb├Ąudefront ist eine feierliche Ehrung der Heirat von Anna und Maciej: Das kunstvolle Relief an der Spitze der Fassade zeigt die Verbindung der Wappen der beiden Familien, und das gemei├čelte Relief an den Seiten (auch Kartusche) enth├Ąlt die Initialen des Ehepaares. Im Jahre 1787 besuchte Stanis┼éaw August Poniatowski - der letzte K├Ânig Polens - auf seinem R├╝ckweg von einem Treffen mit der Zarin von Russland den Palast. Der kurze Besuch des K├Ânigs wurde mit einem gro├čen Bankett im Ballsaal gefeiert, der mit den Portraits der letzten So┼étyk-Erben der Kurozw─Öki dekoriert war. Sein Besuch wurde von einem seiner beliebten K├╝nstler festgehalten, dem Poeten und Historiker Adam Naruszewicz, der einen gro├čen Ball und eine lange Nacht des Tanzes beschrieb mit feierlichen Kanonensalven zu Ehren des zur├╝ckgekehrten K├Ânigs und einem 'prachtvollen Ballsaal, dessen W├Ąnde stellenweise mit dezenten Landschaftsgem├Ąlden dekoriert waren'. Die dritte Ehefrau von Maciej So┼étyk, Cunegonde (geb. Koszowska), hinterlie├č Kurozw─Öki ihrem Schwager Tomasz So┼étyk dem Kastellan von Zawichost. Als sich im Jahre 1811 Tomasz' Sohn, Antony So┼étyk, dazu entschieden hatte, sich in Kurozw─Öki niederzulassen, fand er ein verfallenes Palastschloss vor und ein Anwesen, das verarmt war durch die nachkommenden Generationen und durch die Kriege, die den Teilungen Polens in den Jahren 1772, 1793 und 1795 folgten. Zwischen 1794 und 1815 lebten die Einwohner Kurozw─Ökis in unterschiedlichen L├Ąndern: 1795 wurden sie ein Teil ├ľsterreichs, um dann sp├Ąter durch Napoleons Sieg ├╝ber ├ľsterreich in das Herzogtum von Warschau eingemeindet zu werden. Napoleon und seine polnischen Alliierten wurden dann selbst niedergeschlagen und das Herzogtum wurde 1815 dem russischen Zar ├╝bergeben, was Kurozw─Öki Teil des von Russland kontrollierten K├Ânigreichs Polen machte. Jede darauf folgende ├ťbergangssituation brachte Armeen mit sich, die Unterbringung und Nahrung in Beschlag nahmen. Jeder Machtwechsel minderte die Bedeutung der alten Adelsfamilie, deren Macht von den Traditionen und Gebr├Ąuchen der alten polnisch-litauischen Gemeinschaft abh├Ąngig war. Letztendlich erholte sich die ├Ârtliche Landwirtschaft und somit auch das Verm├Âgen der So┼étyk Familie, die immer mehr an der Modernisierung und F├╝hrung des Anwesens beteiligt war. Um den Jahrhundertwechsel entschieden sich die k├╝nstlerisch begabte Anastazja So┼étyk und ihr Ehemann dazu, die Schlossg├Ąrten nach Vorbildern der Romantik neu zu gestalten und stellten einen tschechischen Landschaftsk├╝nstler, Jan Zulauf, ein, der die Arbeiten leiten sollte. Zulauf schien recht erfolgreich gewesen zu sein: bis 1820 war er bei der m├Ąchtigen Lubormirski Familie besch├Ąftigt und Besucher von Kurozw─Öki berichteten voller Bewunderung von dem unaufdringlichen und dezenten Charme seines Englischen Gartens. Emilia, die Tochter von Antony Tomasz und Anastazja, heiratete 1833 Pawel Popiel und brachte Kurozw─Öki als Teil ihrer Mitgift mit. Nachdem Pawels Familienresidenz in Ruszcza, nahe Krakau, durch ein Feuer zerst├Ârt worden war, zog das junge Paar im Jahre 1840 nach Kurozw─Öki. Bis zum Jahr 1840 hatte der 33-j├Ąhrige Besitzer des Palastschlosses bereits einen Namen von sich gemacht: Er machte seinen Juraabschluss in Paris und k├Ąmpfte in dem Novemberaufstand von 1830-1831 gegen die russische Besatzung. W├Ąhrend er in Krakau als Essayist, Editor und politischer Anf├╝hrer wohlbekannt war, erinnert man sich in Kurozw─Öki haupts├Ąchlich an ihn als die Person, die den Ballsaal in zwei kleinere S├Ąle aufteilte und erkl├Ąrte, dass es in einem besetzten Polen unangebracht w├Ąre, gro├če Festlichkeiten zu organisieren. Heute ist Polen frei und der Ballsaal wurde in seine Originalgr├Â├če restauriert. Gegen Ende seines Lebens ├╝bergab Pawel - der nun ein lokal-konservativer Politiker war - die Leitung und den Besitz von Kurozw─Öki an seinen ├Ąltesten Sohn Marcin. Die Popiel Familie war immer mehr damit besch├Ąftigt Gewinne aus dem Ackerland, den Fischteichen und W├Ąldern zu erzielen. Dies war ein langfristiges Ziel und wurde von seinem Sohn Pawel und Enkel Marcin fortgef├╝hrt. Marcin, ein ausgebildeter Agraringenieur, entschied sich im Jahre 1937 v├Âllig ├╝berraschend dazu, einem Priesterseminar beizutreten und hinterlie├č das Anwesen seinem j├╝ngeren Bruder Stanis┼éaw und seiner neuen Braut Irena. Stanis┼éaw, ein Infanterie Offizier, wurde 1940 ein Kriegsgefangener. W├Ąhrenddessen unternahmen Irena und Marcin (vom Priesterseminar zur├╝ck) alles ihnen m├Âgliche, die zahllosen Menschen mit Nahrung und Kleidung zu versorgen, die Obdach im Kellergeschoss der Burg suchten. Das Gebiet war im Sommer 1944 Zeuge heftiger K├Ąmpfe, als die sowjetischen Truppen die Wehrmacht zur├╝ckschlugen. Zu anderen Zeiten diente das Palastschloss als Baracken, Unterbringung und Operationsbasis f├╝r die Armeen beider Seiten. Vor dem Einzug der sowjetischen Armee, flohen Irena, ihre zwei jungen S├Âhne und ihre Schwiegermutter 1944, weil Landadel in der neuen sozialistischen Ordnung nicht gut behandelt wurde. Die Popiels kehrten erst im Jahre 1991 nach Kurozw─Öki zur├╝ck. In ihrer Bl├╝tezeit war Kurozw─Öki eine kleine Stadt von einiger Bedeutung. Sie wurde im Jahre 1246 erstmals als ein Dorf erw├Ąhnt, das im Besitz des Herzogtums von Krakau war. Zu dieser Zeit erscheint ein gewisser Graf von Kurozwansch zum ersten Mal in einem Dokument, das von Boles┼éaw dem Keuschen, Herzog von Sandomierz (Sandomir) und Krakau ausgestellt wurde. Zu der Zeit geh├Ârte das Dorf zu dem Lehngut der Familie Poraj, die von B├Âhmen stammte und sp├Ąter mit St. Wojciech (auch bekannt als St. Adalbert) - dem zuk├╝nftigen M├Ąrtyrer und heiliger Schutzpatron Polens - nach Polen kam. Aufgrund ihrer loyalen Unterst├╝tzung des K├Ânigs Wladyslaw Ellenlang und seiner Nachfolger Casimir der Gro├če und Louis I, wuchs die Bedeutung der Kurozw─Öki-Seite der Familie Poraj stetig an. Auf der H├Âhe ihres Einflusses in den 1380igern wurde Dobies┼éaw von Kurozw─Öki Kanzler von Krakau (Krak├│w), w├Ąhrend sein Sohn Zawiska - Bischof von Krakau und Kanzler von Polen - ein Triumvirat f├╝hrte, das das K├Ânigreich regierte. W├Ąhrenddessen besch├Ąftigte sich Louis I (ebenfalls K├Ânig von Ungarn und Kroatien) damit, seine anderen Besitzt├╝mer zu regieren. Auch wenn Zawisza von Kurozw─Öki f├╝r seinen verschwenderischen Lebenswandel wohl bekannt war, verdient er es dennoch, sich auch an ihn als Gr├╝nder der Kapelle der Heiligen Maria zu erinnern, die bis heute Teil von Wawel ist, Krakaus k├Âniglichem Schloss. Der wachsende Einfluss und Wohlstand der Kurozw─Öki-Poraj Familie (mehr und mehr bekannt als Kurozw─Öcki Familie) erlaubte den folgenden Generationen ihre Besitzt├╝mer zu erweitern und zu festigen. In dieser Periode (2. H├Ąlfte des 14. Jahrhunderts) wurde ein ovales Kastell oder Festung aus Stein gebaut. Wahrscheinlich diente diese Festung dazu, um ein kleineres Fort aus Holzgeb├Ąuden zu ersetzen, das sich auf einem zur der Zeit kleinen H├╝gel befand und die ausgedehnte Weite des Sumpflandes im Becken des Czarna-Flusses ├╝berblickte, und so der Festung eine gute Verteidigungsposition bot. M├Âglicherweise wurde die Festung durch die Burgtore an der S├╝dseite betreten, ├╝ber denen ein quadratischer Turm mit 4 Etagen ragte, der Quartiere bot, einen Beobachtungsposten und einen Getreidespeicher. Dann kam man in den mit Steinplatten gepflasterten Burghof, der von einigen Holzgeb├Ąuden umringt war. Beschrieben als "Castrum Curozwank"(Kastell Kuroszwank), wurde die Festung selbst im 14. Jahrhundert zum ersten Mal erw├Ąhnt. Die Konstruktion der Steinfestung ist wohl Dobies┼éaw von Kurozweki zu verdanken (um 1397 auch bekannt als Dobies┼éaw von Chod├│w), und/oder seinem Sohn, ebenfalls Dobies┼éaw, dem ersten Poraj mit dem Titel 'von Kurozwanky' . Im Laufe des 15. Jahrhunderts unterzog sich die Festung zahlreichen Neuentwicklungen, die dazu gedacht waren die mittelalterliche Verteidigungsstruktur in eine komfortable Residenz umzuwandeln, um so den Einfluss und Wohlstand der Familie zu reflektieren. Die Holzgeb├Ąude im Burghof wurden nach und nach neu gebaut und durch ger├Ąumige Stein- und Backstein Quartiere ersetzt, wobei die Integrit├Ąt der Verteidigungsw├Ąlle der Festung aufrechterhalten wurde. Diese massiven gew├Âlbten W├Ąlle des 14. Jahrhunderts wurden nie vollst├Ąndig zerst├Ârt und sind noch heute in Teilen des Palastschlosses als Fundament sp├Ąterer Konstruktionen sichtbar. Die Letzten des Familienzweiges der Kurozw─Öcki - Miko┼éaj Lubelczyk und sein Sohn Hieronim - beendeten schlie├člich den Umbau der Holzbauten in Steinbauten. Nach seinem Tod um 1520 heiratete eine der T├Âchter Hieronims einen ortsans├Ąssigen Adligen, Jan Lanckoro┼äski, und brachte Kurozw─Öki als Mitgift in die Ehe. Fortan war Kurozw─Öki die Heimat der Familie Lanckoro┼äski. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts blieb die Festung unver├Ąndert, dann wurde ein Teil des nordwestlichen Verteidigungswalles zerst├Ârt und wurde durch ein 3-Etagen Eckgeb├Ąude ersetzt, so dass die Familie in einem komfortablen und eleganten Wohnfl├╝gel leben konnte. In dieser ├ära wurde auch ein rechteckiges Torhaus an der S├╝dseite der damaligen Festung gebaut (wo sich heute die Geb├Ąudefront befindet). In der 2. H├Ąlfte des 16. Jahrhunderts konvertierte Krzysztof Lancko┼äcki zum Calvinismus und ordnete an, die protestantische Botschaft in die ├Ârtliche Bev├Âlkerung zu verbreiten. Er vertrieb die Ordensgemeinschaft der Augustinerm├Ânche (1487 nach Kurozw─Öki gebracht) und entzog der Kirche ihre Ornamente. Er wurde ein Kirchen├Ąltester der Calvinisten Kirche und ein Verfechter der religi├Âsen Freiheit in der polnisch-litauischen Gemeinschaft. Krzysztofs Sohn, Zbigniew, konvertierte zur├╝ck zum Katholizismus und versuchte die Aktionen seines Vaters r├╝ckg├Ąngig zu machen. Er bat die Augustinerm├Ânche nach Kurozw─Öki zur├╝ckzukommen, lie├č die ├Ârtliche Kirche erneut weihen und verlagerte die Palastkapelle an ihre gegenw├Ąrtige Stelle in den ├Âstlichen Fl├╝gel des Palastschlosses. Im 17. Jahrhundert wurde das Palastschloss erneut rekonstruiert, wobei die Ansammlung der unterschiedlichen Geb├Ąude in den West- und Ostfl├╝geln verschmolzen wurden und um den heutigen Burghof herum zu sehen sind. Die zweigeschossigen Kreuzgangb├Âgen, die die s├╝dlichen, westlichen und n├Ârdlichen Seiten des nun Schlosshofes einfassen, wurden gegen Ende des 17. Jahrhunderts und Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut. Ebenfalls zu dieser Zeit wurde die Ebene des Erdgeschosses um ungef├Ąhr 1,5 Meter angehoben, weil das Grundwasser anstiegen war. Daraus folgte, dass das Erdgeschoss eher zu einem kunstvollen und wohl gestalteten Geschoss wurde. Im Jahre 1747 verstarb Stanis┼éaw Lanckoro┼äski kinderlos und hinterlie├č sein Anwesen seiner Witwe Anna Debi┼äska, die sp├Ąter im Jahre 1752 den Armeegeneral Maciej So┼étyk heiratete. Dieser verfolgte eine erfolgreiche politische Karriere, wurde Kastellan (Kasztelan) und sp├Ąter Woiwode (Heerf├╝hrer) (Wojewoda) der Sandomierz Region. Anna und Maciej rekonstruierten das Palastschloss und gaben ihm seine heutige Form. Diese Rekonstruktion, die nur von 1768 bis 1772 dauerte, war eine vollst├Ąndige Umwandlung der Burg in ein Palastschloss und eine elegantere Residenz: das alte Eingangstor wurde in den rechteckigen n├Ârdlichen Fl├╝gel integriert, was heute die Geb├Ąudefront und den Ballsaal des Palastschlosses bildet. Der Innenbereich der 1. Etage des Palastes (Wohnbereich, Speisesaal, Bibliothek) wurde in einem hellen Rokokostil und kunstvollem Wandfries neu gestaltet, und die Kapelle erhielt neue Wandgem├Ąlde, die die Verkl├Ąrung Christi und die Schutzheiligen der Eigent├╝mer darstellen. Es ist anzunehmen, dass die beiden Pavillons des Anwesens ebenfalls zu dieser Zeit gebaut wurden. Die Geb├Ąudefront ist eine feierliche Ehrung der Heirat von Anna und Maciej: Das kunstvolle Relief an der Spitze der Fassade zeigt die Verbindung der Wappen der beiden Familien, und das gemei├čelte Relief an den Seiten (auch Kartusche) enth├Ąlt die Initialen des Ehepaares. Im Jahre 1787 besuchte Stanis┼éaw August Poniatowski - der letzte K├Ânig Polens - auf seinem R├╝ckweg von einem Treffen mit der Zarin von Russland den Palast. Der kurze Besuch des K├Ânigs wurde mit einem gro├čen Bankett im Ballsaal gefeiert, der mit den Portraits der letzten So┼étyk-Erben der Kurozw─Öki dekoriert war. Sein Besuch wurde von einem seiner beliebten K├╝nstler festgehalten, dem Poeten und Historiker Adam Naruszewicz, der einen gro├čen Ball und eine lange Nacht des Tanzes beschrieb mit feierlichen Kanonensalven zu Ehren des zur├╝ckgekehrten K├Ânigs und einem 'prachtvollen Ballsaal, dessen W├Ąnde stellenweise mit dezenten Landschaftsgem├Ąlden dekoriert waren'. Die dritte Ehefrau von Maciej So┼étyk, Cunegonde (geb. Koszowska), hinterlie├č Kurozw─Öki ihrem Schwager Tomasz So┼étyk dem Kastellan von Zawichost. Als sich im Jahre 1811 Tomasz' Sohn, Antony So┼étyk, dazu entschieden hatte, sich in Kurozw─Öki niederzulassen, fand er ein verfallenes Palastschloss vor und ein Anwesen, das verarmt war durch die nachkommenden Generationen und durch die Kriege, die den Teilungen Polens in den Jahren 1772, 1793 und 1795 folgten. Zwischen 1794 und 1815 lebten die Einwohner Kurozw─Ökis in unterschiedlichen L├Ąndern: 1795 wurden sie ein Teil ├ľsterreichs, um dann sp├Ąter durch Napoleons Sieg ├╝ber ├ľsterreich in das Herzogtum von Warschau eingemeindet zu werden. Napoleon und seine polnischen Alliierten wurden dann selbst niedergeschlagen und das Herzogtum wurde 1815 dem russischen Zar ├╝bergeben, was Kurozw─Öki Teil des von Russland kontrollierten K├Ânigreichs Polen machte. Jede darauf folgende ├ťbergangssituation brachte Armeen mit sich, die Unterbringung und Nahrung in Beschlag nahmen. Jeder Machtwechsel minderte die Bedeutung der alten Adelsfamilie, deren Macht von den Traditionen und Gebr├Ąuchen der alten polnisch-litauischen Gemeinschaft abh├Ąngig war. Letztendlich erholte sich die ├Ârtliche Landwirtschaft und somit auch das Verm├Âgen der So┼étyk Familie, die immer mehr an der Modernisierung und F├╝hrung des Anwesens beteiligt war. Um den Jahrhundertwechsel entschieden sich die k├╝nstlerisch begabte Anastazja So┼étyk und ihr Ehemann dazu, die Schlossg├Ąrten nach Vorbildern der Romantik neu zu gestalten und stellten einen tschechischen Landschaftsk├╝nstler, Jan Zulauf, ein, der die Arbeiten leiten sollte. Zulauf schien recht erfolgreich gewesen zu sein: bis 1820 war er bei der m├Ąchtigen Lubormirski Familie besch├Ąftigt und Besucher von Kurozw─Öki berichteten voller Bewunderung von dem unaufdringlichen und dezenten Charme seines Englischen Gartens. Emilia, die Tochter von Antony Tomasz und Anastazja, heiratete 1833 Pawel Popiel und brachte Kurozw─Öki als Teil ihrer Mitgift mit. Nachdem Pawels Familienresidenz in Ruszcza, nahe Krakau, durch ein Feuer zerst├Ârt worden war, zog das junge Paar im Jahre 1840 nach Kurozw─Öki. Bis zum Jahr 1840 hatte der 33-j├Ąhrige Besitzer des Palastschlosses bereits einen Namen von sich gemacht: Er machte seinen Juraabschluss in Paris und k├Ąmpfte in dem Novemberaufstand von 1830-1831 gegen die russische Besatzung. W├Ąhrend er in Krakau als Essayist, Editor und politischer Anf├╝hrer wohlbekannt war, erinnert man sich in Kurozw─Öki haupts├Ąchlich an ihn als die Person, die den Ballsaal in zwei kleinere S├Ąle aufteilte und erkl├Ąrte, dass es in einem besetzten Polen unangebracht w├Ąre, gro├če Festlichkeiten zu organisieren. Heute ist Polen frei und der Ballsaal wurde in seine Originalgr├Â├če restauriert. Gegen Ende seines Lebens ├╝bergab Pawel - der nun ein lokal-konservativer Politiker war - die Leitung und den Besitz von Kurozw─Öki an seinen ├Ąltesten Sohn Marcin. Die Popiel Familie war immer mehr damit besch├Ąftigt Gewinne aus dem Ackerland, den Fischteichen und W├Ąldern zu erzielen. Dies war ein langfristiges Ziel und wurde von seinem Sohn Pawel und Enkel Marcin fortgef├╝hrt. Marcin, ein ausgebildeter Agraringenieur, entschied sich im Jahre 1937 v├Âllig ├╝berraschend dazu, einem Priesterseminar beizutreten und hinterlie├č das Anwesen seinem j├╝ngeren Bruder Stanis┼éaw und seiner neuen Braut Irena. Stanis┼éaw, ein Infanterie Offizier, wurde 1940 ein Kriegsgefangener. W├Ąhrenddessen unternahmen Irena und Marcin (vom Priesterseminar zur├╝ck) alles ihnen m├Âgliche, die zahllosen Menschen mit Nahrung und Kleidung zu versorgen, die Obdach im Kellergeschoss der Burg suchten. Das Gebiet war im Sommer 1944 Zeuge heftiger K├Ąmpfe, als die sowjetischen Truppen die Wehrmacht zur├╝ckschlugen. Zu anderen Zeiten diente das Palastschloss als Baracken, Unterbringung und Operationsbasis f├╝r die Armeen beider Seiten. Vor dem Einzug der sowjetischen Armee, flohen Irena, ihre zwei jungen S├Âhne und ihre Schwiegermutter 1944, weil Landadel in der neuen sozialistischen Ordnung nicht gut behandelt wurde. Die Popiels kehrten erst im Jahre 1991 nach Kurozw─Öki zur├╝ck.

 
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